Wilhelm Hauff wurde 1802 in Stuttgart geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog er mit seiner Familie nach Tübingen. Er besuchte die Klosterschule in Blaubeuren und studierte von 1820 bis 1824 als Stipendiat des Evangelischen Stifts Theologie an der Universität Tübingen. 1825 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Nach dem Studium arbeitete Wilhelm Hauff als Hauslehrer in Stuttgart. In dieser Zeit begann seine kurze, außerordentlich produktive schriftstellerische Laufbahn. Seine Märchen veröffentlichte er in mehreren „Märchen-Almanachen für Söhne und Töchter gebildeter Stände“. Geschichten wie „Kalif Storch“, „Die Geschichte von dem kleinen Muck“, „Zwerg Nase“ und „Das kalte Herz“ zählen zu seinen bekanntesten Werken. Neben seinen Märchen schrieb Wilhelm Hauff Erzählungen, Satiren, Gedichte und den historischen Roman „Lichtenstein“. Mit der Satire „Der Mann im Mond“ parodierte er die zeitgenössische Unterhaltungsliteratur. Nach einer Reise durch Frankreich und Norddeutschland übernahm er Anfang 1827 die Redaktion des „Morgenblatts für gebildete Stände“. Wilhelm Hauff starb am 18. November 1827 in Stuttgart, wenige Tage vor seinem 25. Geburtstag. Trotz seiner kurzen Schaffenszeit hinterließ er ein vielseitiges literarisches Werk; besonders seine Märchen gehören bis heute zu den bekannten Texten der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur.