Direkt zum Inhalt

Helga Gebert

Helga Gebert wurde 1935 in Freiburg im Breisgau geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie bei ihrer englischen Großmutter in Lausheim, wo sie früh mit Märchen in Berührung kam. Bereits als Kind schrieb sie Gedichte und illustrierte sie mit Federzeichnungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sie nach Freiburg zurück und studierte dort Kunst. Seit den 1970er-Jahren gehörte Helga Gebert zu den prägenden Künstlerinnen des Kinder- und Jugendbuchprogramms von Beltz & Gelberg. Im Mittelpunkt ihres Schaffens standen Märchen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen. Sie illustrierte sie nicht nur, sondern erarbeitete eigene Textfassungen und übersetzte Märchen aus verschiedenen Sprachen ins Deutsche. Für ihre Übersetzungsarbeit erwarb sie umfangreiche Sprachkenntnisse. Zu ihren Veröffentlichungen gehören „Alte Märchen der Brüder Grimm“, „Mutabor. Märchen der Verwandlung“, „Woher und wohin? Märchen der Frauen“, „Die sieben Söhne. Märchen der Männer“ sowie mehrere Sammlungen mit Geschichten aus „Tausendundeiner Nacht“. Neben Märchenbearbeitungen schuf sie eigene Geschichten und Kunstmärchen. Charakteristisch für ihre Buchkunst sind detailreiche Federzeichnungen, Aquarelle, Ölbilder sowie ornamentale Rahmen und Vignetten. Neben ihrer Arbeit für Bücher gestaltete Helga Gebert auch Wand- und Bühnenbilder und war zeitweise als Gestaltungstherapeutin tätig. 2026 würdigte die GRIMMWELT Kassel ihr Schaffen mit der ersten umfassenden Retrospektive „Zwischen Gestalten. Helga Gebert. Erzählen in Bild und Wort“. Helga Gebert starb im September 2026 im Alter von 91 Jahren in Freiburg im Breisgau.

mehr lesen