Frederik Hetmann, eigentlich Hans-Christian Kirsch, wurde 1934 in Breslau geboren. Nach seiner Flucht aus Schlesien kam er über Thüringen nach Westdeutschland. Er studierte Pädagogik, Anglistik, Romanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Frankfurt am Main, München und Madrid. Von 1956 bis 1960 arbeitete Hetmann als Lehrer. Ab 1962 war er freier Schriftsteller und schrieb auch für den Rundfunk. Von 1972 bis 1978 arbeitete er als Lektor und Herausgeber der „Jungen Reihe“ im Otto Maier Verlag, anschließend wieder als freier Autor, Herausgeber und Übersetzer. Unter dem Namen Frederik Hetmann veröffentlichte er zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Biografien und fantastische Romane. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Märchen, Mythen und Volkserzählungen aus unterschiedlichen Kulturen, die er sammelte, übersetzte und herausgab. Zu seinen Werken gehören „Amerika-Saga“, „Ich habe sieben Leben. Die Geschichte des Ernesto Guevara, genannt Che“, „Rosa L.“, „Madru oder Der Große Wald“ sowie zahlreiche Märchensammlungen. Für sein Werk erhielt Hetmann zahlreiche Auszeichnungen. 1965 und 1973 wurde er mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, 1976 erhielt er den Friedrich-Gerstäcker-Preis. 1993 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Gemeinsam mit seiner Frau Elinor Kirsch stiftete er zudem den Hans-im-Glück-Preis zur Förderung des schriftstellerischen Nachwuchses. Frederik Hetmann starb 2006 in Limburg an der Lahn.