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Anna Ritter

Anna Ritter, geborene Nuhn, wurde 1865 in Coburg geboren. Einen Teil ihrer frühen Kindheit verbrachte sie in New York, bevor die Familie 1869 nach Deutschland zurückkehrte. Sie besuchte die Schule in Kassel und anschließend ein Herrnhuter Pensionat in Montmirail in der französischsprachigen Schweiz. 1884 heiratete sie den späteren Regierungsrat Rudolf Ritter. Mit ihm lebte sie unter anderem in Kassel, Köln, Berlin und Münster. Nach dem Tod ihres Mannes 1893 zog sie mit ihren Kindern nach Frankenhausen in Thüringen. 1898 veröffentlichte Anna Ritter ihre erste Gedichtsammlung, der 1900 mit „Befreiung. Neue Gedichte“ eine weitere folgte. Im selben Jahr wurde sie Mitarbeiterin der Zeitschrift „Die Gartenlaube“, die bereits zuvor Gedichte von ihr veröffentlicht hatte. 1902 erschien ihre Novelle „Margharita“; darüber hinaus veröffentlichte sie ein Reisetagebuch. Zu ihren bis heute bekannten Texten gehört das Weihnachtsgedicht „Vom Christkind“, das mit der Anfangszeile „Denkt euch, ich habe das Christkind gesehn“ insbesondere in der Kinderliteratur Verbreitung fand. Mehrere ihrer Gedichte wurden zudem von Komponistinnen und Komponisten vertont. Anna Ritter starb 1921 in Marburg.

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