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Jóhannes Úr Kötlum

Jóhannes úr Kötlum, eigentlich Jóhannes Bjarni Jónasson, wurde 1899 auf dem Hof Goddastaðir im Westen Islands geboren. 1921 legte er sein Lehrerexamen ab und arbeitete mehr als zehn Jahre als Lehrer. Anschließend widmete er sich vor allem seiner schriftstellerischen und redaktionellen Arbeit. Sein literarisches Debüt gab Jóhannes 1926 mit dem Gedichtband „Bí, bí og blaka“. Sein umfangreiches Werk umfasst Lyrik, Kinderliteratur, Romane, journalistische Texte und Übersetzungen. Seine Dichtung entwickelte sich von neoromantischen Anfängen über politisch engagierte Lyrik bis hin zu modernen Formen. Besondere Bedeutung für die isländische Kinder- und Weihnachtsliteratur erlangte sein 1932 erschienenes Buch „Jólin koma“. Darin finden sich Gedichte über die dreizehn isländischen Weihnachtsgesellen, die sogenannten Jólasveinar. Mit diesen Texten prägte Jóhannes maßgeblich deren heute bekannte literarische Darstellung und trug dazu bei, die isländischen Weihnachtstraditionen einem jungen Publikum zu vermitteln. Zahlreiche Gedichte von Jóhannes úr Kötlum wurden vertont. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet und für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. Er starb 1972 in Reykjavík.

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Titel von Jóhannes Úr Kötlum