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11. September 2020

Paul Maar mit "Hamburger Tüddelband" ausgezeichnet

Paul Maar wurde am 10.09.2020 im Rahmen des Hamburger Literaturfestivals Harbourfront mit dem "Hamburger Tüddelband" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es: "Paul Maar verbindet in seinen Geschichten, aber auch in seinen Reimen, Sprachspielen und Theaterstücken Witz, Tiefe und das genaue Gespür für die Lebenswelt von Kindern, wodurch er seit Jahrzehnten dazu beiträgt, dass seine jungen Leserinnen und Leser mutigere und glücklichere Menschen werden.“

Mit dem „Hamburger Tüddelband“ werden Autorinnen und Autoren geehrt, "die sich mit viel Freude, kontinuierlicher Kreativität und hoher Qualität der Literatur für junge Leserinnen und Leser widmen". Zu den bisherigen Preisträgern gehören Cornelia Funke, Kirsten Boie und Finn-Ole Heinrich

Katrin Hörnlein, verantwortliche Redakteurin im Ressort Junge Leser bei der Wochenzeitung DIE ZEIT, hielt die Laudatio auf Paul Maar. „Präzise mit den Wörtern und ihrer Bedeutung umzugehen, aber auch mit der Sprache zu spielen und zu dichten – das zeichnet seine Texte aus, die auf wundersame Weise zugleich unbeschwert heiter und doch tiefsinnig sind“, so Katrin Hörnlein.

Paul Maar, 1937 in Schweinfurt geboren, zählt zu den bedeutendsten deutschen Kinderbuchautoren. Seine bekanntesten eigenen Figuren sind zweifellos das Sams, ein hintergründig-freches Fabelwesen, der Träumer Lippel und das kleine Känguru. Zuletzt erschien der zehnte "Sams"-Band "Das Sams und der blaue Drache" im Hamburger Oetinger Verlag.

25. August 2020

Verlagsgruppe Oetinger zieht um

Die Verlagsgruppe Oetinger zieht Ende August mit der kompletten Mannschaft in ein saniertes, ehemaliges Kontorhaus nach Hamburg-Altona. Bisher hat das Familienunternehmen seinen Stammsitz im Stadtteil Duvenstedt; im Altonaer Speicher hatten seit 2008 nur einige Abteilungen der Gruppe ihre Büros. Gleichzeitig mit dem Ortswechsel schafft Oetinger eine moderne, für Verlage ungewöhnliche Arbeitswelt.


Feste Arbeitsplätze für die 120 Mitarbeiter entfallen, auch für die Geschäftsleitung. Das soll vernetztes Arbeiten und die Kreativität fördern. In dem kernsanierten Speicher gibt es Zonen für Workshops, Brainstormings und gemeinsame Pausen. Rückzugsbereiche für ruhiges, konzentriertes Arbeiten stehen ebenso zur Verfügung. Dazu eine Cafeteria und ein Theater für Veranstaltungen. Die neue Arbeitswelt verteilt sich auf 2.200 m2 Fläche und insgesamt vier Etagen.

Aufgrund des Umzugs wird die Verlagsgruppe Oetinger am 28. August 2020 nicht über Festnetztelefon erreichbar sein.

Die Raumkonzepte hat das gesamte Oetinger Team mit entwickelt. Ebenso die Arbeitsweisen der Zukunft. Dabei setzt Oetinger auf innovative Projektmanagement-Methoden wie Scrum, die in klassischen Buchverlagen noch eher ungewöhnlich sind. „Unser Ziel ist, mit der neuen Arbeitsatmosphäre die Kreativität und Effizienz unserer Arbeit zu steigern und durch die hohe Partizipation gleichzeitig die Eigenverantwortung jedes Mitarbeiters zu stärken“, erklärt Christian Graef, kaufmännischer Geschäftsführer der Verlagsgruppe.


Der Umzug und die New-Work-Initiativen sind Teil einer umfassenden Zukunftsstrategie der Verlagsgruppe Oetinger. Der neue Standort ist näher am Puls der Zeit, und die zentrale Lage führt zu kürzeren Arbeitswegen, so dass die Mitarbeiter Beruf und Familie besser vereinbaren können. Durch die neue Art der Zusammenarbeit will das Unternehmen künftig noch schneller auf Marktveränderungen reagieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln. „Unser Kurs heißt ganz klar Wachstum“, sagt Thilo Schmid, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing. „Die vielen Veränderungen bedeuten allerdings nicht, dass wir unsere Herkunft und unser Erbe aus den Augen verlieren“, betont Julia Bielenberg, Verlegerin der Verlagsgruppe Oetinger. „Wir bleiben ein Verlag mit sehr starken Traditionsmarken und großen Autoren – von Astrid Lindgren über Paul Maar bis zu Kirsten Boie und Cornelia Funke.“

02. Juni 2020

Preisträgerinnen des 1. Kirsten-Boie-Preises für Kinderliteratur stehen fest

Den 1. Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur erhält die Berliner Autorin Julia Blesken für ihr Kinderbuch-Manuskript „Auf dem Weg nach Kolomoro“.

Aus der Jurybegründung: „Ein Roadtrip durch eine Stadt, die allmählich Konturen annimmt und ständig neue Facetten aufblitzen lässt, fünf Kinder, die plötzlich zu sechst sind und unterschiedlicher kaum sein könnten, und schließlich eine Aufgabe, die der rasanten Reise trotz aller Abwege immer wieder eine Richtung gibt: Das Mädchen Jennifer hatte ihrem Großvater versprochen, seine Asche dort zu verstreuen, wo er sich im Leben am wohlsten gefühlt hatte, in seiner Gartenkolonie. Die Autorin Julia Blesken entwirft ihre Figuren liebevoll und entlässt sie dann ins Leben, um zu beobachten, wie sie damit klarkommen – ein literarisches Verfahren, das sich aufs schönste bewährt.“
Julia Blesken, geboren 1976 in Berlin, studierte Geschichtswissenschaft. 2009 erschien ihr Debütroman „Ich bin ein Rudel Wölfe“ im Verlag Jung und Jung.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Literaturstiftung in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg und den Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlagen Carlsen und Oetinger vergeben. Zusätzlich zur Preissumme erhält Julia Blesken einen Verlagsvertrag des Friedrich Oetinger Verlages. Das Buch wird 2021 im Oetinger-Programm erscheinen.

Den Förderpreis der Stiftung erhält die Bonner Autorin Rebecca Elbs für ihren Text „Leo & Lucy“. Er ist mit einem Lektoratsstipendium verbunden, das ein professionelles Lektorat des eingereichten Textes im Wert von 1000 Euro umfasst. Rebecca Elbs, 1975 geboren, wuchs am Bodensee auf. Nach mehreren Auslandsaufenthalten, Theaterarbeiten und einem Regie-Studium, arbeitete sie viele Jahre als Lehrerin für Deutsch und Englisch.

Die Jury des Kirsten-Boie-Preises, bestehend aus der Kritikerin und Autorin Ute Wegmann und dem Kritiker und Autor Tilman Spreckelsen, der Autorin und Dozentin Annette Pehnt, der Buchhändlerin Christiane Hoffmeister und dem ehemaligen Kinderbuchverleger Klaus Humann, wählte die Siegertitel aus über 650 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Klaus Humann: „Die unerwartet hohe Menge der Manuskripte hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Aber am Ende waren wir uns alle einig und konnten uns sehr eindeutig auf die beiden Preisträgerinnen festlegen.“

Kirsten Boie: „Ich freue mich über die Entscheidung der Jury. Das ist ein überzeugendes Manuskript: schräg und trotzdem realistisch; unterhaltsam, aber mit Substanz; professionell erzählt mit liebevoll gezeichneten Charakteren und witzigen Dialogen.“

Julia Bielenberg, Oetinger-Verlegerin: „Wir sind stolz und freuen uns, dass wir das erste Kinderbuch veröffentlichen dürfen, das mit dem Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur ausgezeichnet wurde. Der Preis trägt den Namen einer der renommiertesten deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen, deren Bücher ganz elementar zum Oetinger-Programm gehören und der wir eng verbunden sind. Die ausgezeichneten Bücher sollen ganz im Sinne Kirsten Boies den Spaß am Lesen wecken. Denn das ist die beste Leseförderung überhaupt.“

Die Preise werden am 16. Juni im Hamburger Literaturhaus in Anwesenheit von Kirsten Boie und des Hamburger Kultursenators Carsten Brosda verliehen.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur zeichnet alle zwei Jahre das beste unveröffentlichte Kinderbuch einer deutschsprachigen Autorin, eines deutschsprachigen Autors aus. Neben dem Preisgeld geht er zusätzlich mit einem Buchvertrag einher, der im ersten Jahr der Ausschreibung mit dem Friedrich Oetinger Verlag in Hamburg geschlossen wird, 2022 wird das prämierte Manuskript des zweiten Durchgangs im Hamburger Carlsen Verlag unter Vertrag genommen.


Kontakt Hamburger Literaturstiftung:
Klaus Humann
kirsten-boie-preis@literaturhaus-hamburg.de

Kontakt Verlag Friedrich Oetinger:
Judith Kaiser
j.kaiser@verlagsgruppe-oetinger.de
040-607-909-765