Verlagsgruppe Oetinger

Wir Kinder aus Bullerbü: Online-Special

Wir Kinder aus Bullerbü

Wer von einer glücklichen Kindheit spricht, der denkt vor allem an ein schwedisches Dorf mit nur drei Höfen: Bullerbü! Erfahre in unserem Online-Special alles über Astrid Lindgrens Kinderbuchklassiker.

Das "echte" Bullerbü
Das echte Bullerbü

Wo liegt Bullerbü?

Das schwedische Dorf mit den drei Höfen

Jedes Kind, das die Bullerbü-Bücher liest, ist so verzaubert von der Idylle des schwedischen Dorfs mit dem Mittel-, dem Nord- und dem Südhof, dass es am liebsten selbst dort leben würde. Und so erhielt Astrid Lindgren im Laufe ihres Lebens zahlreiche Briefe von Kindern, die immer wieder die gleiche Frage stellten: Wo liegt Bullerbü? Seid ihr auch neugierig? Dann lest hier weiter ...

Die Kinder aus Bullerbü

Das sind die Kinder aus Bullerbü


Sechs Kinder wohnen in Bullerbü, Lasse, Bosse und Lisa im Mittelhof, Britta und Inga im Nordhof und Ole auf dem Südhof. Dort wohnt übrigens auch Oles kleine Schwester Kerstin, aber sie ist noch so klein, sie zählt noch nicht, wenn gespielt werden soll, finden sie.
  
    

Und spielen, das tun die Kinder in Bullerbü. Fast immer. Sie gehen natürlich auch zur Schule und machen Spaß mit der Lehrerin, sie liegen im Heu und hüpfen im Heuhaufen. Sie klettern auf Berge und suchen nach Schätzen, sie verziehen Rüben und verkaufen Kirschen. Sie tanzen um den Mittsommerbaum, sie lesen dem alten Großvater aus der Zeitung vor, sie fahren Weihnachten zum Festessen zu Tante Jenny und laufen Schlittschuhe und fallen in den See. Die Hauptsache ist, dass ständig was passiert, und das tut es. "Mir tun alle Leid, die nicht in Bullerbü wohnen", sagt Lisa.


Lisa
ist eins der Kinder in Bullerbü und sie ist ein Mädchen, das hört man übrigens am Namen. Manchmal sagt ihre Mama "Du bist ja mein großes Mädchen, du kannst mir heute also beim Abwaschen helfen." Und manchmal sagen Lasse und Bosse "Kleine Mädchen dürfen nicht mit uns Indianer spielen. Du bist zu klein." Deswegen fragt Lisa sich, ob sie eigentlich groß oder klein ist. "Wenn manche finden, man ist groß, und andere finden, man ist klein, dann ist man vielleicht genau richtig alt", sagt sie.


Lasse und Bosse, das sind Lisas große Brüder. Lasse ist sehr stark und er kann viel schneller laufen als Lisa. Aber sie kann genauso schnell laufen wie Bosse. Manchmal, wenn Lasse und Bosse sie nicht dabeihaben wollen, hält Lasse sie fest, während Bosse ein Stück wegläuft, damit er einen Vorsprung bekommt. Und dann lässt Lasse Lisa los und läuft ihr weg wie nichts. Ole im Südhof spielt immer mit Lasse und schnell laufen kann er auch.
   

Lisa hat keine Schwester, das findet sie schade. Aber auf dem Nordhof wohnen Mädchen. "Was für ein Glück, dass sie nicht auch Jungen sind!", sagt Lisa. Sie heißen Britta und Inga, Lisa mag sie beide gleich gern. Inga vielleicht ein bisschen lieber.



Bullerbü-Neuausgaben
Astrid Lindgren: Wir Kinder aus Bullerbü (mit Bildern von Katrin Engelking)

Wir Kinder aus Bullerbü

Der erste Band und zweite Band der berühmten Bullerbü-Bücher von Astrid Lindgren. Hinreißend und neu illustriert von Katrin Engelking. Ein Schatz für jedes Kinderzimmer!

Wir Kinder aus Bullerbü

Mehr von uns Kindern aus Bullerbü

Die Autorin
Astrid Lindgren
© Roine Karlsson

Astrid Lindgren

Astrid Lindgren wurde am 14.11.1907 auf dem Hof Näs nahe der Kleinstadt Vimmerby in Småland geboren. Für ihr Werk erhielt sie im Laufe der Zeit unzählige Preise. Sie verstarb im Alter von 94 Jahren am 28.01.2002 in Stockholm.

Mehr über Astrid Lindgren

www.astrid-lindgren.de

Die Illustratorin
Katrin Engelking
© dpa

Katrin Engelking

Katrin Engelking, 1970 in Bückeburg geboren, arbeitet seit 1994 als freie Künstlerin. In Bildern voller Farben- und Lebensfreude interpretiert sie unter anderem Klassiker von Astrid Lindgren neu.

www.katrin-engelking.de

Broschüre zum Download
Broschüre "Die Welt von Astrid Lindgren"
Details zu: Astrid Lindgren

Lindgren, Astrid



Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 als Astrid Anna Emilia Ericsson auf dem Hof Näs nahe der Kleinstadt Vimmerby in Småland geboren. Mit ihren drei Geschwistern Gunnar (1906-1974), Stina (1911-2002) und Ingegerd (1916-1997) verlebte sie eine glückliche Kindheit auf dem Bauernhof ihrer Eltern Hanna und Samuel August Ericsson.

Nach ihrem Schulabschluss 1924 begann sie ein Volontariat bei der Tageszeitung "Vimmerby Tidningen". Während dieser Ausbildung wurde sie, 18 Jahre jung und unverheiratet, schwanger - zur damaligen Zeit ein Skandal. Trotzdem weigerte sie sich, den Vater des Kindes, den Chefredakteur der Zeitung, zu heiraten, und zog daraufhin nach Stockholm. Eine Zeit der Einsamkeit brach für sie an. Ihren Sohn Lars gebar sie, wie viele Schwedinnen es in ähnlicher Situation taten, in einer Kopenhagener Klinik, die keine offiziellen Meldungen über Geburten weitergab. In den nächsten drei Jahren wuchs der Junge in einer dänischen Pflegefamilie auf, während sie selbst eine Ausbildung zur Sekretärin absolvierte.

In diesem Beruf trat sie 1928 eine Stellung im "Königlichen Automobilclub" an, wo sie ihren zukünftigen Ehemann, den späteren Direktor Sture Lindgren kennenlernte. Kurz bevor die beiden 1931 heirateten, holte Astrid Lindgren ihren Sohn Lasse zu sich nach Stockholm, der zuvor ein Jahr bei ihren Eltern in Näs gelebt hatte. Nach der Hochzeit zog die kleine Familie in die Vulcanusgatan mit Ausblick auf den Vasapark in Stockholm. Nach der Geburt ihrer Tochter Karin 1934 blieb Astrid Lindgren zunächst einige Jahre zu Hause, bis sie 1937 als Stenografin eines Kriminologen wieder in das Berufsleben einstieg. Das dort erworbene Fachwissen brachte sie später, ab 1946, in die drei Detektiv-Romane über Kalle Blomquist ein.

Astrid Lindgrens erstes Buch entstand jedoch schon viel früher. Als ihre Tochter Karin 1941 einmal krank zu Bett lag, bat sie ihre Mutter, sie solle ihr von "Pippi Langstrumpf" erzählen, einem außergewöhnlichen Mädchen, dessen Namen sich Karin spontan ausgedacht hatte. Weitere drei Jahre sollten vergehen, bis Astrid Lindgren das Manuskript zu diesen Geschichten fertiggestellt hatte und 1944 dem ersten Verlag, dem Bonniers Verlag, anbot. Prompt kam es zurück. Jahre später gab der dafür verantwortliche Verleger zu: "Ich hatte selbst kleine Kinder und stellte mir mit Entsetzen vor, was passieren würde, wenn sie sich dieses Mädchen zum Vorbild nähmen." Die Autorin hatte jedoch ihren Spaß am Schreiben entdeckt und beteiligte sich gleich darauf mit ihrem nächsten Buch am Wettbewerb des Verlages "Rabén & Sjögren" und erhielt den zweiten Preis. Daraufhin versuchte Astrid Lindgren bei diesem Verlag ihr Glück mit Pippi Langstrumpf, bekam den ersten Preis eines erneut ausgeschriebenen Wettbewerbs und erreichte im Nu eine immense Leserschaft. Es folgten weitere Preise sowie eine Anstellung als Lektorin im Kinderbuchbereich, den sie bis 1970 leitete.

In Deutschland erschien das Buch "Pippi Langstrumpf" erstmals 1949 und bildete den Anfang und Durchbruch des Kinderbuchprogramms des Verlags Friedrich Oetinger. In den darauffolgenden Jahren entstand eine besondere Freundschaft zwischen dem Verlegerpaar Friedrich und Heidi Oetinger und der Schriftstellerin, die ihre gesamten Werke in Deutschland über den Hamburger Verlag verbreiten ließ.

Dazu gehören Bücher wie die über die Kinder aus Bullerbü, Michel und Madita, die das idyllische Leben ihrer schwedischen Kindheit beschreiben, aber auch Geschichten mit gewagten Themen wie Tod und Sterben. "Die Brüder Löwenherz" zum Beispiel lösten nach Erscheinen eine große Diskussion über die Angemessenheit dieses Themas für Kinderbücher aus. Nichtsdestotrotz feierten gerade dieses Buch und auch seine Verfilmung besonders bei den Kindern große Erfolge.

Astrid Lindgren hat rund 90 Bücher, Drehbücher und Theaterstücke verfasst, die in in rund 100 Sprachen übersetzt wurden. Längst gehören ihre Märchen, Erzählungen, Romane und Bilderbücher zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur. Alle zeugen von dem besonderen psychologischen Einfühlungsvermögen der Autorin in die Welt eines Kindes und treten für positive Werte wie Toleranz und Mitgefühl ein. Für ihr Werk erhielt Astrid Lindgren im Laufe der Zeit unzählige Preise, unter anderem den Alternativen Nobelpreis, den Deutschen Jugendbuchpreis (heute: Jugendliteraturpreis), den UNESCO Book Award, die Große Goldmedaille der Schwedischen Akademie und den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Darüber hinaus wurde sie, basierend auf einer Volksumfrage, von der Tageszeitung Aftonbladet zur Schwedin des Jahrhunderts gekürt.

Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Lektorin engagierte sie sich intensiv für die Rechte der Kinder, Gewaltlosigkeit und den Tierschutz. So schrieb sie über eine neue Steuergesetzgebung der Sozialdemokraten als literarischen Protest das Märchen "Pomperipossa in Monismanien". Damit trug sie 1976 maßgeblich, nach 40 Jahren Macht, zur Abwahl der sozialdemokratischen Regierung bei. Auch 1985 führte ihr großer Einsatz zum Erfolg: Nach heftigen Debatten wurde in Schweden ein neues Tierschutzgesetz verabschiedet. Einen nicht unmaßgeblichen Anteil daran hatten die Zeitungsartikel, die sie zusammen mit der Tierärztin Kristina Forslund veröffentlichte und die in dem Buch "Meine Kuh will auch Spaß haben" (deutsche Übersetzung bei Oetinger 1991) zusammengefasst wurden.

Mit ihrem Alters- und Abschlusswerk "Ronja Räubertochter", das 1981 in Schweden erschien, beendete Astrid Lindgren ihre aktive Karriere als Schriftstellerin. Ihren Lebensabend verbrachte sie in ihrer Wohnung in der Dalagatan 46 im Vasaviertel in Stockholm, wo sie seit 1941 lebte und am 28. Januar 2002 verstarb. Heute trägt ihr Wohnhaus das Hinweisschild: Astrid Lindgrens Hem 1941-2002.

(Renate Kusche/gm)

Mehr über Astrid Lindgren: www.astrid-lindgren.de



Auszeichnungen

10/2015 | Auditorix Hörbuchsiegel
10/2014 | HÖRkulino®
3/2012 | Ohrkanus (Nominierung)
7/2008 | Internationaler Preis der jungen Leser, Auswahlliste (Stiftung Lesen)
4/2008 | Goldener Spatz (Nominierung)
4/2008 | 'Bester Kinderfilm' Animafest (Zagreb, Nominierung)
4/2008 | BANFF World Television Awards (Kanada, Nominierung)
2/2008 | Prix Jeunesse International (Nominierung)
2/2008 | Pulcinella Award/Cartoons on the Bay (Nominierung)
1/2008 | Kulturpreis des Landes NRW (beim Adolf-Grimme-Preis, Nom.)

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